30
Mrz
2015
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[VIDEO] Sprachkurs in Málaga: Mein Sprungbrett als analoger Nomade

In meinem Artikel „Mein Weg ins analoge Nomadentum“ beschreibe ich, dass ich immer in Spanien leben und arbeiten wollte und meinen nine to five Job in dem Hamsterrad dafür letztendlich sogar aufgab. Klingt vielleicht einfach, aber war eine schwerwiegende Entscheidung! Ich stellte mir also die Frage, wie ich meinen Traum vom Leben und Arbeiten in Spanien erfüllen könnte ohne dabei vorerst die finanzielle Sicherheit aufzugeben. Ich bewarb mich in einem Clubhotel in Spanien, erhielt jedoch eine Absage aufgrund meiner mangelnden Sprachkenntnisse. Die Lösung war somit naheliegend: Spanisch pauken!

Die VHS brachte mich offen gestanden wenig weiter. Das Lernpensum verlief im Schneckentempo. Für mich eine sehr unbefriedigende Situation. Es musste schneller und effektiver gehen! Also traf ich eine Entscheidung. Ich beschloss einen Sprachkurs in Málaga zu unternehmen, sparte ein Jahr daraufhin, kündigte meinen Job und ging für drei Monate nach Andalusien. Es war für mich die allererste große und längere Reise die ich alleine unternahm. Eine Reise, die mich prägte und zu einer unvergesslichen Zeit wurde.

costa-del-sol-Rainer Maiores

Lerne die Sprache vor Ort

Es gibt keine effektivere Art sich in so kurzer Zeit eine Sprache anzueignen. Darüber hinaus lernst Du das Land und seine Kultur intensiv und authentisch kennen. Es ist eine Reise fernab des normalen Tourismus.

Dort angekommen fand erst einmal ein Einstufungstest statt, um mein Sprachniveau festzustellen. Daraufhin wurde die passende Kursgruppe für mich ausgesucht. Ich hatte jeden Tag von 9 Uhr bis 13 Uhr oder manchmal sogar bis 15 Uhr Unterricht. Die Anzahl der Stunden hängt von dem Kurs ab, den Du buchst.

Effektives leben und lernen in einer Gastfamilie

Ursprünglich hatte ich über die Sprachschule ein Zimmer in einer WG gebucht, doch davon kann ich nur abraten. In einer WG neigt man dann doch eher dazu, sich auf Englisch oder gar Deutsch zu unterhalten. Am zweiten Tag wechselte ich in eine Gastfamilie und das würde ich auch immer vorziehen. Meine Familie sprach beispielsweise kein Wort Englisch, somit fand der Alltag gezwungenermaßen auf Spanisch statt. Ich hatte das Glück, dass die Familie mich komplett in ihr Leben involvierte und die Töchter mich sogar mit zu Freunden nahmen. Durch die Aktivitäten der Sprachschule und die Einbindung in der Gastfamilie lernte ich viele neue Leute kennen und war in das spanische Leben und in die Kultur voll integriert.

Neben meinem Unterricht in der Sprachschule besuchte ich noch eine Flamencoschule und nahm an gemeinsamen Aktivitäten der Schule teil. Mit meinen Kommilitonen ging es abends in die Innenstadt Málagas, in Flamenco-Bars und natürlich Tapas essen.

Janine in Málaga

Die drei Monate dort waren einfach unbeschreiblich. Das, was ich in der kurzen Zeit alles erlebt habe, lässt sich leider nicht alles in einem Artikel zusammenfassen. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt und mein Ziel, sehr gut Spanisch zu sprechen, erreicht.

Mit dem Zertifikat Nivel Avanzado (Fortgeschritten) kehrte ich nach Deutschland zurück. Ich bewarb mich übrigens erneut in dem Clubhotel, aber dieses Mal auf Spanisch und Deutsch. Nachdem auf Spanisch geführten Vorstellungsgespräch erhielt ich eine Zusage und es ging prompt für neun Monate nach Fuerteventura :). Ohne Sprachkurs, hätte ich das sicherlich nicht geschafft!

So schön ist Málaga von oben:

 

 

10 Responses

  1. Aha, Sprachdirekt : )
    Ich habe während der Schulzeit, des Studiums und auch danach immer wieder Sprachschulen in allen möglichen Ländern besucht oder an reinen Homestay-Programmen teilgenommen. Es war immer eine gute Erfahrung, auch, wenn nicht immer alles glatt ging. Ich kann es nur jedem empfehlen! Sonnige Grüße, Jutta

    1. Reisenomadin

      Hi Jutta,

      Bei mir waren die ersten beiden Tage in der Studenten-WG auch reinster Horror, aber da konnte weniger die Sprachschule etwas dafür. Die drei Monate, die ich dann in Málaga verbrachte, waren unvergesslich ☺.

      LG,
      Janine

  2. Also ich habe Spanisch auch erst in Spanien gelernt. Es geht wirklich viel einfacher eine Sprache vor Ort zu lernen. Ein Kurs hilft sicherlich die Grundlagen zu lernen, aber der wirklich wichtige Teil besteht darin viel zu sprechen. Fernsehen hilft auch. Schwierig ist es sich nicht verleiten zu lassen mit den Mitschülern auf Englisch zu reden. 😉

    1. Reisenomadin

      Hi Jo,

      ja da gebe ich dir Recht! Es ist learning by doing und der Austausch. Nur Spanischunterricht bringt einen nicht weiter ;).

      LG,
      Janine

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  7. Hallo Janine,

    ich will auf meiner Weltreise von Mexico nach Costa Rica reisen und spreche so gut wie kein Spanisch. Mein Plan war im ersten Monat in Mexico City einen Sprachkurs zu machen und dann weiter zu reisen. Meinst du in dem einen Monat lernt man schon genug Spanisch um sich auch in ländlicheren Gebieten verständigen zu können?

    1. Reisenomadin

      Hallo Anna,

      das hängt von den Gegebenheiten ab und deinem eigenen Ehrgeiz :). Wenn du in einer Gastfamilie lebst und nur von Spanischsprechenden Menschen umgeben bist, fleißig und diszipliniert lernst, dann kannst du dich auch nach vier Wochen in ländlicheren Gebieten verständigen. Du musst halt viel lernen und ich würde die WGs von den Sprachkursen meiden, weil man in der Regel mit den Schülern dann doch Englisch spricht. Das ist für deine Ziele weniger förderlich ;).

      Liebe Grüße,
      Janine

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