16
Mai
2016
Amano Verde in Düsseldorf

Grandioses Abendessen der besonderen Art – Vegan im Amano Verde in Düsseldorf

Seit 12 Jahren bin ich Vegetarier und seit knapp zwei Jahren ein sogenannter Pudding-Veganer. Meine Sucht für New York Cheesecake und Schokolade kann ich einfach nicht bändigen. Dennoch bin ich ein großer Fan der veganen Küche, weil sie mich geschmacklich immer wieder überrascht. So steht auch heute ein besonderer Abend für mich an und den verbringe ich nicht alleine. Meine Begleitung: Jemand der Fleisch so sehr liebt, das er es förmlich inhaliert. Statt einem feinen Filetsteak oder fetten Burger, erwartet uns ein exquisites Abendessen im gehobenen veganen/vegetarischen Restaurant Amano Verde im Mediahafen von Düsseldorf. Als Vegetarier habe ich schon viele Gerichte ausprobiert, aber besonders spannend finde ich es, die Sicht eines Fleischessers zu erfahren.

Amano Verde in Düsseldorf

Immer mehr Restaurants bieten zusätzlich vegane Kost an, weil es gerade angesagt ist. Dabei gibt es immer mehr Allergiker, darunter auch mich, die tatsächlich darauf angewiesen sind. So hebt sich das Konzept im Amano Verde auch vom Wettbewerb ab. Der Chefkoch, Dennis Riesen, ist selbst Veganer aus Überzeugung. Das macht die Küche sehr authentisch. Man merkt, dass das Personal voll und ganz hinter diesem Konzept steht. Bevor ein Gericht auf die Karte gelangt, wird die Idee vorher kreativ zubereitet und auf Herz und Nieren geprüft. Besteht es den Geschmackstest, darf es in Zukunft auf die Teller der Gäste.

Amano Verde in Düsseldorf

Bei dem Blick in die Karte öffnet sich mein vegetarisches Herz und die Augen werden größer als der Magen. Selbst meine Begleitung ist von dem feinen Angebot sehr angetan. Die Entscheidung ist getroffen.

Amano Verde in Düsseldorf

Ich

  • Gruß aus der Küche: Zucchini-Suppe, Brot mit hausgemachtem Aufstrich
  • Aperitif: Grey Le`Fizz (Grey Goose Vodka, frischer Limettensaft, Holunderblüte und Soda Wasser)
  • Vorspeise: Gebackenes Ziegenkäse-Bonbon
  • Hauptgang: Veganes Kichererbsen – Süßkartoffel – Curry (vegan)
  • Dessert: Limetten – Basilikum Crème Brûlée (vegan)
  • Digestiv: Ramazotti

Meine Begleitung

  • Gruß aus der Küche: Zucchini-Suppe, Brot mit hausgemachten Aufstrich
  • Aperitif: Grey Le`Fizz
  • Vorspeise: Oliven Crème Brûlée
  • Hauptgang: Vegane „Rinderspieße“
  • Dessert: Limetten – Basilikum Crème Brûlée (vegan)
  • Digestiv: Gin Tonic

Ich muss gestehen, dass es bei uns immer nur zwei Zustände gibt: Hunger oder schlecht. Denn wenn es uns schmeckt, vergessen wir oftmals unsere Grenzen. So auch dieses Mal! Es ist einfach zu gut, als dass man es liegen lässt. Besonders überrascht bin ich von der Oliven Crème Brûlée. Die Olivencreme ist von einer karamellisierten Kruste bedeckt, garniert mit Rucola, Tomaten und Salat. Eine sehr interessante Geschmacksrichtung, die perfekt zueinander passt.

Amano Verde in Düsseldorf

Bei der Limetten–Basilikum Crème Brûlée mit Rhabarber Vanille-Sorbet bin ich gespannt. Denn Brûlée besteht hauptsächlich aus Eiern. Diese, geschmacklich wie auch die Konsistenz vegan hinzubekommen, macht mich neugierig. Sie ist vortrefflich – vegan fine dining auf hohem Niveau! Auch für Vollzeit-Veganer und –Vegetarier, so wie mich, bietet dieses Restaurant abwechslungsreiche und ausgefallene Gerichte, die Du unbedingt probieren solltest. Aber wie erlebt ein Fleischfanatiker diesen Abend? Zu diesem hier im Fokus stehendem und spannenden Thema kommen wir jetzt.

Das Resümee meiner Begleitung

Ich esse sehr gerne! Und ich liebe Fleisch. Aber ich probiere auch sehr gerne Neues aus! Warum also nicht auch einmal in einem veganen Restaurant den eigenen Horizont ein wenig erweitern? Als Begleitung meiner dauerhaften „Reiseleitung“ ist es natürlich nicht das erste Mal, dass ich vegan oder vegetarisch esse. Aber das erste Mal besuche ich ein vegetarisches Restaurant mit einem gehobenen Niveau.

Nach der inzwischen üblichen und dadurch routinierten Fotosession („Würdest Du bitte davon ein Foto für mich  machen?“, „geh mal eben aus dem Bild bitte“, „lass bitte den Tisch ordentlich“ -> Das Leben als Reisebegleitung ist hart) geht es zur Menüauswahl.

Zunächst die Getränke. Ich liebe Wein. Die Weinauswahl ist riesig und lässt keine Wünsche offen. Wer nicht über vertiefte Wein-Kenntnisse verfügt, kann sich, so wie wir, von der Servicekraft beraten und Weine empfehlen lassen. Wir wurden an diesem Abend von Markus betreut und seine Empfehlungen haben unseren Geschmack genau getroffen.

Amano Verde in Düsseldorf

Die Vorspeise habe ich schnell gewählt. Janine und ich schwanken zwischen der gebackenen Ziegenkäserolle und dem Oliven Crème Brûlée. Bestellt wird daher kurzerhand einfach beides. Wie praktisch. Vor allem die Oliven Crème Brûlée ist, wie Janine bereits geschrieben hat, wirklich etwas ganz besonderes. Ich bin begeistert von dem bis hierhin bereits sehr ausgefallenem Essen.

Amano Verde in Düsseldorf

Die Hauptspeise ist allerdings ein Problem. Ich schwanke zwischen Curry, Lupinensteak und Tagliatelle Mediterrana. Ich kann mich tatsächlich nicht entscheiden. Das kann vorkommen. Ist aber dann kein Problem, wenn man das Gefühl hat, dem Service vertrauen zu können. Ich lasse, wie schon beim Wein, also wieder Markus entscheiden. Nach einem dezenten Hinweis meiner Reiseleitung, wie sehr ich Fleisch doch lieben würde, empfiehlt er mir „auf jeden Fall“ die Rinderspieße. Ich gebe zu, dass ich das Gericht ohne Empfehlung nicht bestellt hätte, denn ich wollte an diesem Abend bewusst auf Fleisch verzichten und kein Ersatzprodukt essen. Ich folge trotzdem (und Gott sei Dank) Markus Rat und bestelle die Spieße und hoffe, dass diese nicht irgendein Fleisch tatsächlich imitieren sollen. Die kräftig gewürzten Rinder-Spieße bestehen eigentlich aus Shiitake-Pilze und der Pilzgeschmack ist zum Glück sehr präsent. Dazu gibt es Ziegenkäse-Basilikumpolenta und Omas Ratatouille Gemüse. Eine hervorragende Kombination, ich bin total begeistert. Auch als Fleischesser vermisse ich hier absolut nichts. Mein Verlangen nach herzhaftem wird zu 100 % gestillt, ich bin pappsatt (das ist schlecht-> Nachtisch kommt noch) und glücklich.

Amano Verde in Düsseldorf

Die Auswahl der Nachspeise ist wiederum schnell getroffen. Ich lese in der Karte „Limetten – Basilikum Crème Brûlée“, mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Übrigens auch jetzt wieder, wenn ich an den Geschmack zurück denke. Mehr muss ich doch eigentlich nicht sagen, oder?

Inzwischen ist mein Befinden von „pappsatt“ in „glücklich schlecht“ gewechselt. Deshalb muss ein Absacker her. In der Karte entdecke ich dann leider Gin Tonic in verschiedenen Variationen. Dieses Getränk habe ich zum ersten Mal zwei Wochen zuvor im Romantik Hotel Achterdiek auf Juist getrunken. Ich weiß nicht, warum ich es vorher nie probiert habe, aber seit dem will ich mehr davon. Aufgrund der vielen Variationen und meiner absoluten Unkenntnis in diesem Bereich, kann ich wieder keine Entscheidung treffen. Markus muss also ein letztes Mal her. Ich erkläre kurz die tragische Situation und will auf die Karte zur Auswahl zeigen, da geht er auch schon wieder mit den Worten „Vergessen Sie die Karte, ich mach Ihnen was“. Und der Gin Tonic, den ich dann bekomme, war tatsächlich der krönende Abschluss für dieses hervorragende Essen. Als Absacker hat es zwar nicht funktioniert, aber wie ich bereits sagte: Das Leben als Reisebegleitung ist hart.

Jedem Fleischesser, der gerne mal etwas Neues ausprobieren will ohne enttäuscht zu werden, kann ich dieses Restaurant sehr ans Herz legen. Ganz herzlichen Dank auch von mir an das Team von Amano Verde und speziell auch noch einmal an Markus.

Amano Verde in Düsseldorf

Fazit Amano Verde

Das Amano Verde in Düsseldorf überzeugt mit seiner grandiosen und authentischen Küche, einer sehr umfangreichen Weinkarte und einer bestens ausgestatteten Bar. Das vegane/vegetarische Restaurant spielt in der obersten Liga der exquisiten Küche und bietet Gerichte auf hohem Niveau. Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben. Der Service ist tadellos, stets herzlich, super sympathisch und engagiert. Der Koch selbst nahm sich zwischendurch Zeit, um nach dem Rechten zu sehen und unsere Fragen geduldig zu beantworten. Und wenn Du gerade nicht zum Essen hingehen magst, dann lädt Dich das gemütliche und stylische Interieur prima auf einen Feierabend-Absacker ein. Auf besonderen Wunsch meiner Begleitung sind hier (noch einmal) die vielen Gin Tonic Variationen erwähnt :).

 

Ich bedanke mich herzlichst bei dem Amano Verde im Radisson Media Harbour Hotel für die Einladung und einem wunderschönen Abend. Meine Meinung bleibt dadurch natürlich unberührt.

 

 

3 Responses

  1. das sieht ja wirklich lecker aus, ich lebe ja selbst vegan da merke ich mir das gleich mal, wenn ich mal nach Düsseldorf komme
    liebe grüße

    1. Reisenomadin

      Liebe Melli,

      unbedingt :)! Das Amano Verde ist ein Insider-Tipp und sehr zu empfehlen.

      Liebe Grüße,
      Janine

  2. Hallo Janine,

    ich bin auch eher der Fleischesser 🙂 aber für neues immer offen! Wir sind bei uns zu Hause 5 Personen und da werden auch Stimmen laut wie „gern auch mal ohne Fleisch“. Wenn ich dann deinen Bericht so lese, muss ich feststellen, dass es viele tolle fleischlose Gerichte gibt, die sehr ansprechend aussehen und wohl auch super schmecken. Vielleicht sollten wir das auch einmal ausprobieren.

    Viele Grüße
    Iris

Leave a Reply

*