23
Nov
2015

Arbeiten im Ausland: Richtig planen mit der Check- und Packliste

Du möchtest dort arbeiten wo andere Urlaub machen? Prima! Doch das Arbeiten im Ausland muss richtig geplant werden. Überlege Dir genau, was Deine Stärken und Talente sind. Konzentriere Dich darauf und recherchiere im Internet welche Möglichkeiten es für Dich gibt. In meinem Artikel „30 Gründe, warum Du alles hinschmeißen und die Welt bereisen“ solltest, findest Du genügend Argumente einmal eine Auszeit zu nehmen. Weiter unten findest Du Tipps, wie Du den Job findest und Dich richtig bewirbst. Du hast einen Job bereits gefunden? Super geil! Damit bei der Planung nichts schief geht, habe ich für Dich diese Checkliste entworfen, die Du auch als PDF herunterladen kannst. Passend dazu, gibt es noch diese Packliste. Bei der Reihenfolge kannst Du flexibel vorgehen und die Dinge abhaken, die erledigt sind. In den meisten Fällen kannst Du Dir die Arbeit im Ausland selbst organisieren, vorausgesetzt es bedarf keiner Arbeitsgenehmigung. Denn dann wird es kniffeliger. Doch dazu unten mehr. Des Weiteren hast Du die Möglichkeit entweder die gesamte Planung selbst in die Hand zu nehmen oder eine Organisation zu beauftragen. Die Vor- und Nachteile musst Du hier selbst für Dich abwägen.

Vorteile mit einer Organisation: Betreuung und Beratung vor der Abreise und vor Ort, Organisation der ersten Jobs und Unterkünfte usw.

Vorteile Selbstorganisator: Du sparst mächtig Kohle, Du bist freier und flexibler bei der Planung und Du bist definitiv besser vorbereitet und kannst stolz auf Dich sein, wenn Du alles selbst in die Hand nimmst.

Arbeiten im Ausland - Work and Travel

Checkliste Arbeiten im Ausland

Working-Holiday-Visum: Für Kanada, USA (J1-Visum), Australien, Neuseeland und Japan benötigst Du ein Working-Holiday-Visum. Mit dem Visum darfst Du dann bis zu einem Jahr im Zielland leben und arbeiten. Wenn Du dauerhaft außerhalb Europas arbeiten möchtest, brauchst Du eine Arbeitsgenehmigung. Bei Jobs innerhalb der EU besteht keine Visumspflicht.

Reisepass: Außerhalb der EU benötigst Du einen Reisepass. Also rechtzeitig beantragen bzw. verlängern lassen. Es dauert etwa vier Wochen (59 Euro), die Expressausstellung braucht sogar nur etwa drei bis vier Arbeitstage (91 Euro).

Krankenversicherung: Bei Urlaub oder Kurzreisen ins Ausland versichert Dich die Deutsche Krankenversicherung auch in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Dein Zielland dazu gehört, frage am besten bei Deiner Krankenkasse nach. Ich war meistens über meinen Arbeitgeber im Ausland versichert. Nichtsdestotrotz hatte ich immer eine Auslandskrankenversicherung, da ich zwischendurch auch nicht gearbeitet habe. Du brauchst diese also in jedem Fall, wenn Du Work & Travel beabsichtigst.

Internationaler Führerschein: Willst Du ein Land auf eigener Faust erkunden, dann bietet es sich an, ein Auto zu mieten oder zu kaufen. Außerhalb der EU benötigst du einen internationalen Führerschein. Für die Beantragung gehst Du zu Deiner zuständigen Führerscheinstelle. Du musst lediglich Deinen Personalausweis, ein aktuelles biometrisches Passfoto und Deinen Führerschein mitbringen. Das Ganze kostet etwa 15 Euro.

Kreditkarte: Mit der DKB-Cash Kreditkarte kannst Du weltweit kostenlos Geld abheben und zahlst keine Grundgebühr. Für ein Working-Holiday-Visum musst Du im Zielland auch ein Guthaben nachweisen, daher sind eine Kreditkarte sowie ein Konto unabdingbar.

Flug buchen: Je früher Du den Flug buchst, umso günstiger ist er. Ich buche meine Flüge alle über billigflieger.de, Skyscanner oder Momondo. Für den Rückflug empfehle ich ein „OpenReturn“-Ticket, somit kannst Du den Rückflug frei wählen und bist bei der Abreise des Abflugorts flexibel. Hier erkundige Dich aber am besten noch mal in einem Reisebüro. Für Kanada und USA brauchst Du nämlich ein gültiges Rückflugticket.

Vorsorge & Impfung: Erledige noch einmal alle Vorsorgeuntersuchungen wie Zahnarzt, Frauenarzt usw. und lass Dich vom Arzt gesundheitlich durchchecken. Erkundige Dich, welche Impfungen für das Zielland notwendig sind. Falls Du bestimmte Medikamente benötigst, decke Dich frühzeitig damit ein.

Wohnung: Kündige Deine Wohnung oder vermiete sie unter. Verkaufe einen Teil Deiner Sachen, denn das gibt zusätzlich noch mal Kohle und Du sparst Dir den Lagerplatz. Melde Strom, Heizung und Wasser ab. Kündige Deinen Festnetz- und Internet-Anschluss. Überlege was mit Deinem Handy-Vertrag passieren soll.

Abos und Mitgliedschaften: Du bist im Fitnessstudio, im Verein oder hast Zeitschriften abonniert? Dann kündigen. Du sparst eine Menge Geld. Vergiss auch nicht, Dich bei der GEZ abzumelden.

Abmelden ja oder nein: Wer in Deutschland aus einer Wohnung zieht und binnen einer Woche keine neue Wohnung im Inland bezieht, muss sich nach den melderechtlichen Bestimmungen abmelden. Solltest Du jedoch nur vorhaben für einige Monate ins Ausland zu gehen, würde ich hier gemeldet bleiben. Seit dem 1. November 2015 gibt es allerdings ein neues Meldegesetz. Normalerweise konntest Du immer problemlos bei Familie oder Freunden gemeldet sein. In dem Artikel von Wireless Life schreibt Sebastian, dass man zukünftig eine Vermieterbescheinigung benötigt, um Scheinanmeldungen zu vermeiden. Hier gibt es jedoch eine Grauzone. Die Bescheinigung muss nicht zwingend selbst vom Vermieter kommen, sondern kann vom Wohnungsgeber ausgestellt werden. Bei dem Risiko solltest Du Dir jedoch bewusst sein, dass bei Falschangaben oder Verstößen hohe Bußgelder geahndet werden (Mieter: 1.000 Euro; Vermieter: bis zu 50.000 Euro). Ich würde Dir empfehlen, als Untermieter bei jemandem gemeldet zu sein.

Das birgt viele Vorteile: Die Visabeantragung für andere Länder ist einfacher. Du kannst Dein Gewerbe angemeldet lassen und ebenso Dein Fahrzeug, falls Du eins hast. Bei Deiner Rückkehr spart es Dir jede Menge bürokratischen Aufwand.

Unterkunft: Die erste Unterkunft würde ich im Vorfeld buchen, somit hast Du keinen Stress bei der Anreise. Gerade Backpacker-Länder wie Australien oder Neuseeland sind sehr beliebt und es gibt nichts ätzenderes als wenn Du nach einem langen Flug noch eine Bleibe suchen musst.

Bewerben: Du kannst schon aus Deutschland versuchen den einen oder anderen Job zu finden. Eine ansprechende Bewerbung auf Englisch sollte hier selbstverständlich sein. Tipps dazu findest Du in meinem Beitrag „Wie packe ich es an und bewerbe mich im Ausland“. Jobbörsen wie hotelcareer.de, Farmstay, Wwoof, seek.com, jobsearch.gov.au, Gumtree, taucher.net, Monster.com oder Indeed.com helfen Dir weiter. Ansonsten könnte noch der Beitrag „30 internationale Jobbörsen zeigen Dir Möglichkeiten auf“, interessant sein für Dich. Vor Ort solltest Du Deine kompletten Bewerbungsunterlagen auf Englisch auf einem USB-Stick dabeihaben. Sichere vorsichtshalber Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse in der Dropbox.

Fit in der Sprache: Englischgrundkenntnisse sind Voraussetzung. Falls Du nicht ganz fit in der Landessprache bist, bietet es sich an, vor Ort einen Sprachkurs zu absolvieren. Mit Babbel kannst Du sogar vorab online und flexibel lernen.

Packliste: Ein guter Rucksack ist das A und O. Bequemes Schuhwerk, warme wie auch funktionale Kleidung gehören ebenso dazu. Pack alles ein, was Du vor Ort benötigst. Ich habe in der Packliste für Dich die wichtigsten Dinge zusammengestellt.

Arbeiten im Ausland - Packliste

Wichtige Hinweise:

Darüber hinaus empfehle ich Dir alle wichtigen Dokumente zu scannen und in einer Cloud wie z. B. Dropbox abzulegen. Das ist wichtig, falls Dir der Pass, Versicherungspolice, Kreditkarte (weltweit gültige Sperrnotrufnummer 116 116), Flugticket, Hostelreservierung und Co. abhanden kommen. In dem Fall musst Du auch eine Deutsche Auslandsvertretung aufsuchen (z. B. Konsulat oder Botschaft). Führe also einen Zettel mit allen wichtigen Notfallkontakten, Notruf- und Sperrnummern mit Dir. Lass wichtige Dokumente vor Ort an der Rezeption oder in einem Safe.

Bist Du bereit?

Hier geht es zur Checkliste >

Hier geht es zur Packliste >

Lass Dich durch die Bürokratie nicht abschrecken. Auf Dich wartet eine einmalige und unvergessliche Erfahrung. Du wirst an Deine Grenzen kommen und ebenso über Dich hinaus wachsen. Glaub mir!

 

3 Responses

  1. Pingback : www.bereisediewelt.de Visum für Indien – So geht’s!

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