28
Jun
2015

Paris im Sommer: Sieben Dinge, die Du in 72 Stunden erleben kannst

Paris Je t´aime! Von Köln oder Düsseldorf erreichst Du Paris binnen drei Stunden mit der Thalys, mit dem Flieger dauert es circa eine Stunde bis zum Flughafen Charles de Gaulle und mit dem Auto sind es knapp fünf Stunden. Dreimal war ich schon dort und kann immer noch nicht genug bekommen.

Eins sage ich Dir: Die Metropole ist so riesig und vielseitig, dass drei Tage nicht ausreichen, um alles zu erkunden. Damit Dein Trip jedoch nicht in Freizeitstress ausartet, nimm Dir nicht zu viel vor und bereise die Stadt lieber ein zweites oder drittes Mal. Es lohnt sich!

Zur Weihnachtszeit ist die französische Stadt der Liebe ein wahres Lichtermeer und erstrahlt im wundervollen Glanz. Im Sommer grünen die Parks und Du kannst in dem reizenden Künstlerviertel Montmartre ein Café au lait genießen und den vielen Straßenmusikern belauschen. Übrigens verdiente die Sängerin Zaz so auch ihr erstes Geld. Das Lied “Je Veux” kennst Du sicherlich und ist ein absoluter “Gute-Laune-Song”, das noch viel mehr Lust auf Paris macht.

Paris im Sommer: Sieben Dinge, die Du in 72 Stunden erleben kannst

Kathedrale Notre Dame

Notre Dame gehört wohl zur berühmtesten Kirche von Paris und erhielt ihren hohen Bekanntheitsgrad vor allem durch den Roman “Der Glöckner von Notre Dame” von Victor Hugo im Jahr 1831. Sie wurde in den Jahren 1163 bis 1345 erbaut und ist somit eines der frühesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs. 1804 ließ sich Napoleon I. hier zum Kaiser krönen. Die einzigartige Fassade und wunderschöne Architektur der Kirche imponiert und lädt zu tollen Fotomotiven ein.

Kosten:

  • Der Eintritt in Notre Dame ist kostenlos. Wer die Türme besteigen möchte, muss 8,50 Euro für den Ausblick bezahlen. Für Jugendliche bis zum 26. Lebensjahr ist der Eintritt frei.

Notre Dame

Basilika Sacré Coeur

Die Basilika befindet sich im Herzen meines geliebten Stadtteils Montmartre. Entstanden ist die historische Kirche im 19. Jahrhundert. Ihre Architektur erinnert an römisch-byzantinischer Kirchen wie an den Markusdom in Venedig. Seine einmalige Lage, bedingt durch den 400 Meter hohen Hügel, bietet einen einmaligen Panoramablick über die Stadt. Besonders im Sommer sind die Treppen davor sehr beliebt bei Besuchern.

Kosten:

  • Der Eintritt in die Basilika ist kostenlos. Wer jedoch die Kuppel und Krypta besuchen möchte zahlt 8 Euro

Sacre Ceur

Ausblick vom Sacre Ceur

Jardin du Luxemburg

Der Park ist ein wahrer Insider-Tipp und bietet eine Oase der Ruhe auf 26 Hektar. Ursprünglich war es ein königlicher Schlosspark. Heute tummeln sich vor allem viele Einheimische hier und man findet kaum Touristen. Studenten oder Familien treffen sich auf ein Picknick oder um Sportaktivitäten nachzugehen. Maria von Medici, die Witwe des Königs Heinrich IV, ließ den Garten ab dem Jahr 1611 oder 1612 gestalten. Die Anlage gehört zum Palais du Luxembourg. Außerdem findest Du hier zahlreiche Statuen von Tieren und bekannten Persönlichkeiten. Der Garten beherbergt auch die Orangerie und das Musée du Luxembourg. Lass Dich von der französischen Gartenkunst inspirieren und tauche in die vielseitige, grüne Pflanzenwelt ab.

Kosten:

  • Der Eintritt ist frei.

Jardin du Luxembourg mit See

Louvre

Der Louvre ist ein ehemaliger Königspalast und heute ein Museum, das mehr als zehn Millionen Besucher jedes Jahr anzieht. Besonders berühmt ist das Louvre durch das sehr bekannte Gemälde von Leonardo Da Vinci, Mona Lisa. Das Museum beherbergt ansonsten verschiedene Sammlungen, Kunst und Archäologie unterschiedlicher Epochen und Kulturen.

Kosten:

  • Der Normalpreis beträgt 12 Euro. An jedem 1. Sonntag im Monat von Oktober bis März und am 14. Juli (französischer Nationalfeiertag) ist der Eintritt für alle kostenlos. Freien Eintritt haben grundsätzlich alle jungen Leute bis 26 Jahre (EU-Bürger).

Bereise die Welt vor der Mona Lisa

Mona Lisa

Eiffelturm

Der Eiffelturm ist das Wahrzeichen von Paris und zieht jährlich sieben Millionen Besucher an. Es ist zwar nur ein Eisenkonstrukt, aber trotzdem hat es etwas Magisches. Wenn Du mit dem Fahrstuhl hochfahren möchtest, plane zwei Stunden Wartezeit ein. Ich bin trotz meiner Höhenangst zu Fuß hochgelaufen. Dafür musste ich lediglich 30 Minuten anstehen. Du kannst auf jeder der drei Etagen pausieren und Dir in Ruhe alles anschauen. Auf der zweiten Etage befindet sich übrigens das berühmte Restaurant Jules Verne. Wer dort einmal dinieren möchte, sollte vorher unbedingt reservieren. Die oberste Etage erreichst Du nur mit dem Aufzug. Bei windigen Wetter merkst Du sogar wie der Turm leicht schwankt :).

Kosten:

  • Aufzug in die 3. Etage: Erwachsene 15,50 Euro, Jugendliche (12-24 Jahren) 13,50 Euro, Kinder (4-11 Jahren) 11 Euro
  • Aufzug in die 2. Etage: Erwachsene 9 Euro, Jugendliche 7 Euro und Kinder 4.50 Euro
  • Treppen: Erwachsene 5 Euro, Jugendliche 4 Euro, Kinder 3.50 Euro

Eiffelturm

Eiffelturm innen

Ausblick von der 1. Etage auf dem Eiffelturm

Arc de Triomphe

Der Triumphbogen steht am Ende der Champs Elysees. Es ist ein von 1806 bis 1836 errichtetes Grabdenkmal des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg am Place Charles-de-Gaulle. Er gedenkt an die nie identifizierten Toten. Napoleon I. selbst gab die Errichtung des Triumphbogen nach seiner Siege 1803 in Auftrag. Du kannst ihn durchqueren oder auf die Aussichtsplattform steigen.

Kosten:

  • Erwachsene 9,50 Euro, für alle unter 18-jährigen ist der Besuch kostenlos, ebenso für Jugendliche unter 26 Jahren aus der EU.

Triumphbogen

Champs Elysées

Die glamouröse Einkaufsstraße ist knapp zwei Kilometer lang und verbindet den Triumphbogen mit dem Place de la Concorde. Sie ist einer der großen Prachtstraßen der Welt. Du findest hier zahlreiche Luxusboutiquen wie Chanel, Gucci, Louis Vuitton, ebenso auch ein Disney Store oder H & M. Zur Weihnachtszeit ist die Champs Elyées wunderschön beleuchtet und hat einen riesengroßen einzigartigen Weihnachtsmarkt auf beiden Straßenseiten verteilt.

Weitere Hinweise und Tipps:

Transport:

  • Paris entdeckt man am besten zu Fuß oder nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel. Erstens siehst Du mehr von der Stadt und zweitens ist die Infrastruktur der Metro sehr gut und schneller als der Verkehr auf der Straße. Lass also das Auto am Hotel stehen. Für Camper* bietet sich der idyllische Campingplatz “Camping Indigo Paris” im District Bois de Boulogne an.
  • In der U-Bahn kaufst Du Dir eine „Carnet“. Sie enthält zehn Tickets für die Metro und kostet 12 Euro. Ein Einzelticket kostet 1,70 Euro. Somit hast Du fünf Euro gespart.

Essen:

  • Das typische Pariser Frühstück besteht aus einem Crossaint und einem Café au lait. Wer auf ein hammergeiles Frühstück nicht verzichten möchte, frische und noch warme Teigwaren zu sich nehmen will, sollte in die Boulangerie Coquelicot á Montmartre

Coqulicot

Patisserie im Coquelicot

  • Das Le Moulin de la galette ist zwar etwas gehobener, hat aber eine sensationelle Küche. Das Restaurant ist eine Windmühle und überzeugt mit seiner sehr süßen und gemütlichen Atmosphäre.

La Gallette Windmühle

La Galette

  • Günstiger und ebenso eine fabelhafte, französische Küche bietet das Sens Unique. Vergiss das typische Klischee von Froschschenkel und Schnecken, die Franzosen haben weitaus mehr zu bieten, auch für Vegetarier übrigens.

Kostenlos Trinken:

  • Paris hat mehr als 200 Selbstbedienungsbrunnen, an denen Du kostenlos Wasser trinken oder Deine Flasche füllen kannst. Aus dem Brunnen im Jardin de Reuilly im 12. Arrondissement fließt Wasser sogar mit oder ohne Kohlensäure. Hier findest Du eine Karte mit allen Brunnen.

 

Welche Tipps hast Du noch für einen Kurztrip nach Paris im Sommer?

 

*Der Artikel entstand in Kooperation mit Campanda. Meine Erlebnisse und meine Meinung sind selbstverständlich meine eigenen.

 

 

10 Responses

  1. Paris ist so toll – nach deinem Beitrag will ich wieder hin. Wir waren letztes Jahr im November dort. Mein Freund wollte unbedingt in die Katakomben. Ziemlich gruselig dort. 😉 Meine Tipps wären noch 1. am Tresen in einer Bäckerei frühstücken, denn dort erhält man viel mehr für sein Geld als wenn man sich in ein Café setzt und für 10-15 Euro einen Kaffee und ein Baguette mit Butter bekommt. 2. Das Buch Paris Spaziergänge von Hella Broerken. Ich liebe dieses Buch und man kann ihr einfach durch Paris folgen – auch an Regentagen. 🙂 3. Die alten Buchläden auf der Pont Neuf und 4. das Café des 2 Moulins aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelié“.
    Hach Paris 🙂

    LG Myriam

  2. Hi,
    tolle Tipps, hach, da bekomme ich schon wieder Fernweh – Paris ist sooo toll! War im letzten Herbst das erste Mal dort und habe mich total verliebt. Hätte nie gedacht, dass die Stadt was für mich ist, da wurde ich aber schnell eines Besseren belehrt 🙂 Meine Insidertipps habe ich auch aufgeschrieben (besonders gut für den schmalen Geldbeutel): http://ferndurst.de/paris-low-budget/

    Lieber Gruß, Sina

  3. Pingback : www.bereisediewelt.de Warum eine Bucket List wichtig ist

  4. Pingback : www.bereisediewelt.de Mehr Urlaub: Brückentage 2016 mit inspirierenden Reisetipps

  5. Pingback : www.bereisediewelt.de Naturspektakel in der Normandie: Mont-Saint-Michel wird wieder zur Insel - www.bereisediewelt.de

  6. Pingback : www.bereisediewelt.de Traumhafte Normandie: Meine Highlights unseres Roadtrips

  7. Pingback : www.bereisediewelt.de Silfra-Spalte - Schnorcheln zwischen zwei Kontinentalplatten - www.bereisediewelt.de

  8. Pingback : Brückentage 2018 - So kannst Du Deinen Urlaub verdoppeln - Der Massage Blog - Myssage

  9. Pingback : Brückentage 2018 - So kannst Du Deinen Urlaub verdoppeln | MYSSAGE

Leave a Reply

*