1
Dez
2014
Vulkankrater Nisyros

Sonne, Meer und Kultur – Reise zu der vielseitigen, griechischen Insel Kos

Zwei Saisons arbeitete ich auf der griechischen Insel Kos im ROBINSON Club. Mit gerade mal 42 Kilometern Länge und einer Breite von ungefähr zehn Kilometern ist Kos nicht gerade groß. Jetzt fragt sich vielleicht der eine oder andere, was man wohl an seinem freien Tag zwei ganze Sommer dort unternehmen könnte? So einiges :)! Kos ist sehr vielseitig. Miete Dir ein Auto oder leih Dir ein Fahrrad und erkunde die Insel. Was hat Kos zu bieten?

Weiße Strände

Wunderschöne, weiße Strände wie der in Mastichari, ein Dorf, das rund 22 Kilometer von der Stadt Kos entfernt liegt. Darüber hinaus ist Kos nicht nur bei Strandurlaubern beliebt, sondern auch Surfer- und Wasserbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten. Ich bin hier zweimal Katamaran gefahren, was aber dann eher mit einem Krankenhausbesuch endete. Wir waren gekentert und ich hatte heftige Blutergüsse am ganzen Rücken entlang, Quetschungen, Prellungen etc. Das war also mein Versuch des Wassersports ;). Ich beließ es somit eher beim Baden.

Mastichari Kos

© Peter Hottenroth

Tam Tam Beach

Das besondere am Tam Tam Beach ist, dass du im Restaurant bei leckerer Pizza und Cocktails, zu entspannter Chill-Out-Musik lauscht während du auf das Meer schaust und den Sonnenuntergang genießt. Es hat schon etwas von romantischer, kitschiger Hippie-Atmosphäre, aber es ist super schön! Anbei ist sogar eine Boutique die außergewöhnliche Besonderheiten verkauft, also kein 0815-Souvenir-Laden, wie man es sonst von touristischen Orten kennt.

Zia

Das Bergdorf Zia hat es mir besonders angetan. An meinem freien Tag bin ich öfters mit Kollegen in das höchstgelegene Dorf von Kos gefahren. Das Dorf wirkt wie gemalt, so schön ist es. In köstlichen, griechischen Tavernen genießt Du bei leckerem Wein den einzigartigen Panorama-Ausblick. Einmal musst Du zumindest diese grandiosen Sonnenuntergänge gesehen haben. Vor oder nach dem Essen kannst Du in zahlreichen Lädchen Souvenirs, Kräuter, Honig oder Kunsthandwerk erwerben.

 

Zia Kos

© Peter Hottenroth

Zia Kos Taverne

© Peter Hottenroth

Kos-Stadt

Die Stadt bildet das Zentrum der Insel und ist dennoch im Vergleich zu anderen Weltstädten sehr ruhig. Die Stadt ist sehr überschaubar, was die Orientierung leicht macht. Kos-Stadt bietet Kultur, Shopping, aber auch unzählige Cafés, Kneipen und Restaurants. Und wenn die Griechen vor allem eins können, ist es richtig abzufeiern. Hier zelebrieren Einheimische und Touristen zusammen.

Übrigens befindet sich in Kos-Stadt auch der Hafen. Von hier aus kannst Du binnen 20 Minuten nach Bodrum fahren. Wir nutzten das als Tagesausflug. Die Hin- und Rückfahrt kostete ungefähr 20 Euro.

Kos Stadt

© Peter Hottenroth

Heilstädte Asklepieion

Der Name der historischen Ausgrabungsstätte geht auf den Gott Asklepieion zurück, der Gott der Heilkunst. Man geht davon aus, dass die Stätte so eine Art Kurklinik war. Einst hatte sogar Hippokrates hier gewirkt. Das Asklepieion liegt etwa vier Kilometer von Kos Stadt entfernt. Erbaut wurde es ungefähr im 4. Jahrhundert v. Christus. Der ehemalige Tempel besteht aus drei Ebenen. Auf der ersten Ebene befanden sich die Wohnräume für die Patienten. Auf der zweiten Ebene fanden die medizinischen Behandlungen statt. Die dritte Ebene diente als christliche Kirche. Hier befand sich ein großer Marmortempel und ein gefundener, christlicher Altar.

Asklepieion

© Peter Hottenroth

Vulkaninsel Nisyros

Die Insel ist rein vulkanischen Ursprungs. Was diesen Ausflug so einmalig macht? Du hast hier die Möglichkeit in den aktiven Vulkankrater von Nisyros abzusteigen und seine noch bestehende Aktivität zu beobachten. Es ist einer der wenigen Krater die einen festen Boden haben. Überall siehst Du gelbe Schwefel-Verfärbungen und es riecht auch danach. An manchen Stellen schießen Schwefeldioxid-Dämpfe hoch (bis zu 110°C heiß). Die Hitze demonstrierte uns unser Tourguide indem er eine Bratpfanne über dem Dampf hielt und ein Ei briet. An machen Stellen gibt es Wasserlöcher, in die das Wasser vor sich her kocht (ca. 90°C). Das war unglaublich beeindruckend, vor allem wenn man sich vor Augen führt, wirklich in einem Krater zu stehen, unter dem ein Vulkan brodelt. Jedoch versicherte man uns, dass sie in den nächsten 100 Jahren mit keinem Ausbruch rechnen würden. Der Ausflug in den Krater ist übrigens nur mit Führung möglich.

Vulkankrater Nisyros

© Peter Hottenroth

Vulkankrater Nisyros Schwefel

© Peter Hottenroth

 

Hast Du eventuell noch Fragen zu Kos oder weitere Tipps? Dann schreib es gerne in die Kommentare. 

 

 

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