13
Jan
2015

Warum ich nie wieder nach Hanoi reise

Normalerweise reise ich ohne Erwartungen und mit einer positiven Einstellung. Selbst wenn mir ein Ort nicht sonderlich gefällt, versuche ich dem Ganzen doch noch eine Chance zu geben. Hanoi, ich habe es echt versucht!

Schon mein Gastvater in Singapur fragte mich, wie ich nur nach Hanoi reisen könnte. Die Leute seien total verrückt dort und beklauen Dich nur. Flieg lieber nach Bali oder Thailand. Nun ja…ich wollte mich davon nicht beirren lassen und flog trotzdem für ein Wochenende nach Hanoi.

Ich checkte in das Hostel ein. Der Empfang war….naja…nicht gerade freundlich oder herzlich, so wie man es oft in Asien gewohnt ist. Nein es wirkte schon sehr unhöflich, kalt und man hatte als Backpacker das Gefühl, dass man eher lästig war. Sehr seltsam! Ich fragte nach weiteren Sehenswürdigkeiten, die ich hier in Hanoi unternehmen könnte. Vielleicht hätte das vietnamesische Hostel-Pärchen ja ein paar Insider-Tipps für mich. Ich erhielt nur ein höhnisches Lachen: „Hanoi bietet nichts! Die meisten, die hierher kommen, sind nur auf der Durchreise und unternehmen Ausflüge außerhalb.“ Ich solle nach Halong Bay fahren. Ja, von Halong Bay hatte ich auch schon gehört, nur wollte ich nicht unbedingt bei meinen dreitägigen Trip noch vier Stunden Bus fahren. Dafür wäre mir die Zeit zu schade, alleine acht Stunden im Bus zu verbringen. Im Nachhinein denke ich, hätte ich es doch mal gemacht.

Vietnam_Hanoi

Straßenverkauf Hanoi

Nach dem Check-In wollte ich mich davon nicht verunsichern lassen und besichtigte die Altstadt Hanois. Und das alleine war schon eine riesige Herausforderung. Unzählige Motorrad- und Mopedfahrer die ohne Rücksicht fahren und so wie es ihnen gerade passt. Die auch beim Überqueren der Straße nicht bremsen. Selten war ich so gestresst und angespannt und hatte Befürchtungen, überfahren zu werden. Die Vietnamesen sind total verrückt, was den Straßenverkehr anbelangt. Aber nicht umsonst ist die Anzahl der Verkehrstoten in Vietnam mit am höchsten. Jetzt verstehe ich warum!

Hier ein kleines Video von mir dazu:

Hanoi Straßenverkehr

Irgendwann hatte ich Hunger und ich dachte, Vietnam muss ein Traum sein, was das Essen anbelangt. Hier in Deutschland gehe ich auch immer gerne vietnamesisch essen. Vergiss es! Das Essen hier hat aber auch so rein gar nichts mit Vietnam zu tun. Bei 40 Grad findest du rohes Fleisch an den Straßenständen, die mit Fliegen übersäht sind und teilweise werden die Tiere, wie z.B. Hühner, sogar am Straßenrand geschlachtet. Anderes Land, andere Kultur, andere Sitten, darauf war ich eingestellt. Das Problem war allerdings ein ganz anderes. Denn als Vegetarier bist du restlos aufgeschmissen! Damit hatte ich nie gerechnet. Normalerweise komme ich immer irgendwie als Vegetarier durch. Nur es gab keine vegetarischen Gerichte. Die einzige Möglichkeit hier ist, westliche Restaurants aufzusuchen oder in den Supermarkt zu gehen, die sich aber auch nicht erkenntlich zeigen. Somit hatte ich den ersten Tag Kekse 😉 und am zweiten Tag aß ich bei einem „Italiener“ Spaghetti mit Tomatensauce.

Chop_Chop Hanoi

Darüber hinaus ist selbst in einer Großstadt wie Hanoi Englisch keine Selbstverständlichkeit. Das sah ich jedoch nicht als Problem an, sollte man als Reisender jedoch zumindest wissen. Mit Händen und Füßen geht es immer irgendwie.

Mit dem Stadtplan kam ich auch nicht sehr weit, denn bei den vielen, kleinen Seitengassen verläufst Du Dich schon mal schneller. Aber eine Sache, die mir besonders gefallen hat ist, die Eisenbahnstrecke, die direkt durch Hanoi verlief.

Eisenbahnstrecke durch Hanoi

Von der vielen Kriminalität, das Leute bestohlen wurden, hörte ich oft, aber habe die Erfahrung Gott sei Dank selbst nicht gemacht. Daher, falls Du mal nach Vietnam reisen solltest, pass sehr gut auf Deine Wertsachen auf und verschließe alles.

Mein Fazit: Ich tat mich mit Hanoi unglaublich schwer, obwohl ich schon in Indien war und es liebte. Es ist dennoch eine ganz andere Welt. Der gefährliche Straßenverkehr und die schroffe Art der Vietnamesen setzten mir doch zu. Und tatsächlich behielt der Hostelbesitzer Recht, denn Hanoi bietet an Sehenswürdigkeiten nicht sehr viel. Du kannst durch die Straßen und Viertel flanieren, die teilweise tolle Fotokulissen mit sich bringen. Aber besichtigen, kannst Du nicht wirklich etwas. Darüber hinaus kann ich Hanoi auch nicht für Reiseanfänger empfehlen. Mehr dazu findest Du aber in meinem Artikel „Asien für Anfänger: Zehn Gründe, warum Singapur ein idealer Einstieg ist“. Vietnam ist zwar noch nicht von meiner Travel Bucket List gestrichen, nach Hanoi reise ich jedoch kein zweites Mal.

Warst Du schon mal in Hanoi? Wenn ja, was sind Deine Erfahrungen?

27 Responses

  1. Oje, Du Arme 🙂 Ich war zwar nicht in Hanoi, aber in Saigon. Dort wurde ich dann auch prompt von einem Mopedfahrer auf der Straße umgenietet 🙂 Soviel zum Verkehr. Ansonsten fand ichs dort aber recht angenehm.

    1. Reisenomadin

      Oh weia, ich hoffe, es ist nichts Schlimmeres passiert? Ja, der Verkehr hat mich ohne Ende gestresst :D.

      Liebe Grüße,
      Janine

  2. Hallo Janine,

    oh ist das Schade, dass Hanoi nichts für dich war. Wobei ich das mit dem Essen gut verstehen kann, als ich dort war, war auch eine Vegetarierin dabei, die auch wenig begeistert war. Das es keine touristischen Highlights gibt, das stimmt wohl, aber mich hat total die Unterschiedlichkeit der Viertel, die Menschen und auch der Verkehr in den Bann gezogen und ich hätte da durchaus länger bleiben können, als den einen Tag, den ich damals hatte. Hoffe für dich, dass wenn es dich noch mal nach Vietnam verschlägt, dass ihr dann bessere Freunde werdet!

    Viele Grüße
    Tanja

    1. Reisenomadin

      Liebe Tanja,

      ja, wenn ich nichts zu essen finde, kann bei mir die Stimmung schon mal kippen ;). Es war einfach das Gesamtpaket. Das Hostel war nichts, der Verkehr, die unfreundlichen, forschen Menschen. Etwas was ich von Asien sonst nicht gewohnt bin.

      Mir geht es eher um die Besichtigung kultureller Highlights. Bin ja kein Freund des Massentourismus bzw. muss es nicht haben ;). Ich bin dann auch durch die Straßen und Viertel flaniert, was sehr schön war, aber dafür brauchte ich halt keine drei Tage ;). Weißt du denn, wie es sonst mit vegetarischen Essen in Vietnam aussieht?

      Viele Grüße,
      Janine

  3. Hallo Janine

    Danke für deinen Artikel. Hier zeigt sich, dass persönliche Erfahrungen sehr stark auseinander gehen. Wir haben heute Hanoi verlassen und waren doch ein bisschen traurig.
    Vietnam haben wir von Süden bis Norden bereist und Hanoi ist im Vergleich zu Ho Chi Minh City ganz harmlos, mit dem Verkehr hatten wir nach 3 Wochen keine Mühe mehr und obwohl das Wetter sehr schlecht war, haben wir die 6 Tage mit herumschlendern verbracht.
    Meine Erfahrung zeigt, dass wenn der erste Kontakt zu den Landsleuten stimmt, dann ist man dem ganzen immer positiver eingestellt. Wir empfanden weder Hanoi noch in ganz Vietnam die Menschen als unhöflich. Sie waren distanzierter als in anderen asiatischen Ländern, aber das sehe ich nicht als Nachteil. Keine Lästigen Strassenverkäufer, kein Herumgerangle und „Tuk Tuk Lady?“ etc. Wir wurden herzlichst in Hanoi empfangen, haben super Tipps im Hotel erhalten und ein paar grundlegende Verhaltensinfos noch dazu.. perfekt.
    Was das Essen anbelangt, ja da hast du Recht. Und für eher Reiseunerfahrene ist Vietnam sicherlich auch nicht erste Wahl. 😉

    Schade hat es dir nicht gefallen.

    LG
    Ayca – http://blog.ayca-silvan.ch

    P.S. Ein Tagestrip zur Halong Bay hätte sich nicht gelohnt! Die Fahrt ist doch sehr anstrengend und die Halong Bay sehr touristisch. Man muss schon mind. eine Nacht aufs Schiff. 🙂

    1. Reisenomadin

      Liebe Ayca,

      vielen Dank für deinen tollen Kommentar :)! Na dafür hat sich der Blogbeitrag doch schon gelohnt, dass es Menschen gibt, die das Gegenteilige erlebt haben :). Der Artikel soll den Besuch nach Hanoi auch keineswegs madig machen, sondern spiegelt nur meine eigene Erfahrung wieder. Schön, dass ihr es anders erfahren habt!

      Liebe Grüße,
      Janine

  4. Liebe Janine

    Hier ein paar vegetarische Gerichte die man in praktisch jedem Restaurant in Vietnam bekommt (solltest du den zurück kehren):

    – Vegetarische Frühlingsrollen (Frische oder frittiert)
    – Green Mango Salad (mein absoluter Favorit)
    – Papaya Salat
    – Glasnudel Salat
    – Pho mit Gemüse / Tofu
    – Sticky Rice mit Gemüse

    Dies sind allerdings Gerichte die nicht am Strassenrand verkauft werden, sondern in lokalen Restaurants., die es in ganz Vietnam gibt. Man muss sich einfach hinein trauen, auch wenn draussen vor der Tür gerade eine geräucherte Ente hängt.

    Inwiefern die Gerichte natürlich zu 100% vegetarisch hergestellt werden ist eine andere Frage. Fish Sauce etc. sind ja sehr beliebt in Vietnam.

    Grüsse aus Asien
    Silvan – http://blog.ayca-silvan.ch

    1. Reisenomadin

      Liebe Silvan,

      vielen Dank für deine Tipps und deine Mühe :).

      Richtige vietnamesische Restaurants habe ich in Hanoi gar nicht wahrgenommen, aber das ist sehr gut es für die Zukunft zu wissen, wenn es vielleicht doch irgendwann nach Vietnam wieder gehen sollte ;).

      Viele Grüße,
      Janine

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  6. Hang

    Ich erlebe es oft, dass es gerade für Europäer unglaublich schwer ist in Hanoi „Fuß zu fassen“.

    Hier ein paar Erklärungsversuche:

    – Die Leute sind schroff, aber das liegt in der Mentalität des Nordens. Das heißt nicht, dass sie unhöflich sind, sondern eher, dass sie einen gebührenden Abstand von jemanden nehmen. Untereinander ist es übrigens nicht anders. Wenn das Eis gebrochen ist, kann man auch die herzliche Seite der Menschen sehen.

    – Vietnam ist ein überwiegend buddhistisches Land und vegetarische Gerichte sind durchaus auffindbar, bloß selten auf einer Karte fixiert. Das einfachste ist es den Satz „Toi an chai“ zu sagen, was „Ich bin VegetarierIn“ bedeutet oder du fragst direkt nach, ob sie vegetarische Gerichte anbieten und das wäre auf vietnamesisch “ Xin loi. Chi/Anh ban do chay khong?“.

    – Zum Verkehr: Klar ist es verständlich, dass bei so vielen Menschen ein Unfall nicht auszuschließen ist, aber hier gilt die Devise: Guck was die Einheimischen machen und mach es nach!

    Auch wenn du der Meinung bist, dass Hanoi der pure Grauen ist, sind doch gerade diese Kulturschocks das Besondere an einer Reise. Du gehst aus deiner gewohnten Komfortzone raus und lernst hautnahe den Alltag anderer Menschen kennen. Und wenn sie damit tagein tagaus klar kommen, schaffst du es sicherlich auch :).

    1. Reisenomadin

      Hallo Hang ☺,

      Danke für deinen Kommentar und deine Ansicht dazu! Das Problem ist nicht, dass ich nicht damit klar komme, nur ob ich es in dem Fall möchte. Ich reise seit vielen Jahren, habe einige Jahre im Ausland gelebt. Kulturschocks wie Indien und Co. sind mir bekannt, auch dass ich meine Komfortzone verlasse. Deshalb liebe ich das Reisen. Ich liebe es Menschen und Kulturen kennenzulernen. Nur gehört es auch zum Reisen, dass einem nicht immer alles gefällt. Der Bericht hier ist meine Erfahrung und meine Meinung. Das bedeutet nicht, dass andere es ebenso empfinden.

      Was das vegetarische angeht: Ich fragte die Leute direkt danach, nur konnte man mir nicht weiter helfen. Vietnam ist nicht von meiner Reiseliste gestrichen und jetzt weiß ich, dass ich in richtige Restaurants gehen muss und Dank deiner Hilfe kann ich sogar auf vietnamesisch nachfragen ☺.

  7. Bia Hoi ist die Lösung für alle Hanoi Probleme 😉

    Aber ganz im Ernst, ich mag Hanoi auch über Bia Hoi hinaus: Die Parks und Seen machen für mich Hanoi aus, besonders der große See im Norden von Old Quarter mit der Tempelinsel.

    Ich habe mir ein Radl gemietet und bin ein paar Tage planlos rumgefahren, das war im Verkehr manchmal etwas gefährlich, aber insgesamt sehr nett und empfehlenswert.

  8. Liebe Janine,

    ich habe deinen Artikel gestern Abend vor dem Einschlafen gelesen und dachte immer nur: was? hä? wie?

    Wahnsinn wie unterschiedlich man Städte, Kulturen, Landschaften etc. empfinden kann.

    Ich war sogar ein wenig traurig, dass dir Hanoi so wenig Freude bereitet hat. Schade 🙁

    Ich selbst habe die quirlige Stadt in toller Erinnerung. Allerdings hatten wir auch einen super Start. Die Hotelmitarbeiter waren so lieb wie sonst nirgends mehr in Vietnam. Wir waren erst total verunsichert und dann haben wir uns richtig gefreut.

    Am ersten Abend ging es direkt ins wunderbare Wasserpuppentheater nahe des Hoan Kien Sees. Zwar ist das ein Touristenmagnet, aber so sehenswert. Danach gab es eine herrliche Pho Suppe. Den Tipp für einen der besten Läden dafür kam vom Hotel.

    Außerdem machten wir noch eine Food Safari (wäre vielleicht auch was für dich, dann kannst du direkt um vegetarische Kost bitten). Und wir besuchten den wunderschönen Literaturtempel und das äußerst sehenswerte Ethnische Museum.

    Alles in allem hatten wir eine richtig gute Zeit in Hanoi. Mir hat es dort besser gefallen als in Saigon. Da fand ich alles viel zu westlich und unpersönlich.

    Vielleicht gibts du Hanoi ja irgendwann noch einmal eine Chance. 🙂

    Übrigens verfasse ich gerade eine Zusammenfassung über unsere Stationen in Vietnam. Vielleicht hast du demnächst Lust vorbeizuschauen und sie dir durchzulesen.

    Liebe Grüße von deiner Namensvetterin. 🙂

    1. Reisenomadin

      Liebe Janine,

      so sind die Erfahrungen bei jedem anders ;). Wie bereits schon erwähnt, habe ich Vietnam noch nicht völlig von meiner Reiseliste gestrichen :).

      Liebe Grüße auch von deiner Namensvetterin

  9. Step

    Hm, da sieht man wieder wie unterschiedlich man Dinge wahrnehmen kann. Ich glaube Hanoi ist, ähnlich wie Indien, irgendwie extrem – entweder man liebt oder man hasst es.

    Ich empfand es als eine der interessantesten Städte, die ich je in Asien gesehen habe. Es hat eine echte Altstadt, etwas, das es sonst selten gibt auf diesem Kontinent. Die Leute empfand ich als weniger aufdringlich als im von vielen Reisenden so hochgelobten Thailand. Den Verkehr fand ich einfach lustig – eine Straße zu überqueren geht in Vietnam recht einfach – man muss sich nur trauen 🙂 das Geheimnis ist – einfach immer gehen und das langsam und regelmäßig. Dann wirst du von den tausenden Mopeds als Teil des Verkehrs wahrgenommen und umfahren. Gefährlich wird es eher, wenn du ruckartig deine Geschwindigkeit änderst oder plötzlich stehen bleibst – denn damit rechnet in der vietnamesischen Verkehrslogik Niemand 🙂 Und was das Essen betrifft so fand ich die vietnamesische Küche als die beste des Kontinents (neben der japanischen). Ich bin aber auch kein Vegetarier, somit bezog ich natürlich deinen Blickwinkel nicht in meine Überlegungen ein, als ich dort war.

    Jedenfalls fand ich Hanoi authentisch und liebenswert – ich mochte das Chaos dort. Ich kenne es aber selbst – es gibt Städte und Orte, über die schwärmen 80-90% der Leute – und ich kann mit ihnen trotzdem nix anfangen…..jeder sieht eben Alles durch seine eigene Brille – und das ist gut so.

    1. Reisenomadin

      Hallo Stephan,

      da stimme ich dir zu. Jeder hat andere Erlebnisse, die die Wahrnehmung einer Reise prägen und das ist tatsächlich gut so. Entweder man liebt einen Ort oder halt nicht. Der Funke muss überspringen.

      Übrigens stehe ich mit meiner Hanoi-Ansicht nicht alleine da. Habe das auch schon von anderen Reisebloggern gehört und gelesen, das sie sich auch schwer taten, besonders die Vegetarier unter uns ;).

      Viele Grüße,
      Janine

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  12. Tuan

    Hallo Janine,
    schade, dass es fuer dich schwierig war, vegetarische Esslokale zu finden. Ich ernaehre mich selber vegan und finde, Vietnam ist bezueglich pflanzlicher Ernaehrung ein Paradies. Es ist nur, dass man solche Esslokale wie ueberall auf der Welt erst suchen muss, waehrend Fleisch Lokale sich an den Strassenraenden saeumen.
    Schade, dass Hanoi dir nicht gefaellt. Es liegt vielleicht daran, dass du schon am Anfang des Aufenhalts auf unangenehme Leute triffst. Hanoi ist eine schoene alte Stadt mit viel Scharm, waehrend andere suedostasiatische Grossstaedte mit ihren Hochhaeusern alle gleich ausssehen.

  13. Julius

    Vielleicht solltest du dich eben einfach davor etwas informieren und dann wärst du eventuell auch besser unterwegs gewesen.
    An dem Verkehr wird sich nie was ändern, und das ist auch gut so. Alles klappt sowie es ist und das mit den Verkehrstoten stimmt sowieso nicht. Da ist Indien hundertmal schlimmer, die fahren vogelwild und man kann den englischen Dialekt nicht mehr als 1 Stunde anhören.
    Als „oft Reisender“ müsstest du schon Erfahrung haben und wissen wie man mit solchen Situationen umgeht.

    1. Reisenomadin

      Vietnam hat einen sehr zwiegespaltenen Ruf. Es gibt Menschen die lieben es und Menschen die schon nach einem einmaligen Besuch nie wieder dorthin reisen würden. Davon kenne ich einige. Als Vielreisende muss mir nicht jeder Ort gefallen. Auf diesem Blog schreibe ich meine ehrlichen Gedanken und Erfahrungen nieder. Wer sich hier aufhält, muss das akzeptieren.

  14. Franziska

    Ich habe Hanoi ganz anders erfahren. Ja, der Verkehr ist anfangs „gfürchig“ wie wir sagen (= furchterregend) und es braucht etwas Mut. Mit der Zeit merkt man, dass man sich einfach gleichmässig über die Strasse bewegen muss, dann kommt es gut, ja nicht warten oder beschleunigen.
    Sehenswürdigkeiten gibt es wenige in Vietnam und deshalb ist es viel wichtiger, das richtige Feeling zu bekommen. Wir waren in einem Tempel und einem Puppenspiel zBsp. und auch einem Markt haben wir besucht und waren im „Hilton Hanoi“, dem früheren Gefängnis.

    Tatsächlich bietet die Halong Bay viel viel mehr als Hanoi, deshalb würde ich Dir raten, doch nochmals in diese Gegend zu reisen.

  15. DERSchorschi

    Hallo,

    zum Teil kann ich Dir beipflichten, Großteils aber auch nicht. Der Verkehr ist „gewöhnungsbedürftig“. Die Regel: Einfach losgehen, die Möpchen im Auge behalten und nichts unvorhergesehenes tun (plötzlich stehen bleiben, umkehren…). Dann hat sich Hanoi unglaublich verändert. Es ist so ein wenig die Khao San (Bangkok) geworden. Erna aus Oer-Erkenschwick trifft Horst aus Wanne-Eickel (ich hoffe, niemanden persönlich zu beleidigen). Leider sind viele negative Dinge mit den westlichen Touristen gekommen. Ich kenne Vietnam von vor 8 Jahren und es hat sich extrem viel getan (nicht unbedingt positiv). Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kann man aber gut leben und genießen. Ich selbst bin kein Vegetarier, aber nahezu jedes (Touristen-) Lokal ist hierauf eingestellt und hat das sogar explizit in der Speisekarte aufgeführt. Ich esse lieber an Straßenständen und da ist es in der Tat schwieriger.

    Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern/Städten in SOA ist Hanoi nahezu klinisch sauber und hat Straßenschilder. Mit einer entsprechenden Navi-Software (Maps.me o.ä.) also ein Traum. Dann kann man sich in Hanoi sehr schön treiben lassen und durch die Gassen schlendern. Am Hoam Kien See ist immer was los. Hier sitzen Jugendliche und machen gemeinsam Musik. Um die Ecke ist für Kinder eine Art Rollschuhbahn. Das ist alles sehr nett.

    Auf der anderen Seite ist das alles nicht Vietnam, geschweige denn SOA (Südostasien). Auch Halong Bay ist total tourisitsch und so abenteuerlich, wie Disneyland. Wer Asien/Vietnam entdecken will, muss aus der Komfortzone raus und die ausgetretenen Pfade verlassen. Alternativ zu Halong Bay gibt es gleich nebenan die „Bai to long bay“. Hierhin gibt es aber keine/wenige Pauschalangebote und man muss local werden. Mit der Bahn nach Hai Pong, dann weiter mit dem Minibus. In Cai Rong dann eine Reise auf die Inseln suchen oder mit der lokalen Fähre fahren. Die Belohnung: nahezu authentisches Vietnam und die traumhafte „Halong Bucht“ ohne Massentourismus. Ist natürlich nicht Halong, sondern die nördliche Bucht, aber gleiches Gebiet und gleiche Sehenswürdigkeiten.

    Fazit: In Hanoi und Umgebung kann man schon viel erleben, darf aber nicht erwarten, etwas vom echten Vietnam zu sehen. Hierzu muss man aus der Komfortzone raus und reisen, wie es Einheimische tun. Das tut aber überhaupt gar nicht weh und beschert unvergessliche Eindrücke.

    DERSchorschi aus Kölle (seit einigen Monaten in SOA unterwegs)

    1. Reisenomadin

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar und deinen Tipps! Oben im Text wie auch in den Kommentaren habe ich bereits ausführlich erwähnt, warum mir Hanoi nicht gefallen hat. Daher werde ich auch nicht weiter darauf eingehen :). Es freut mich aber, wenn du eine schöne Zeit verbracht hast!

  16. Dung

    Es ist, in der Tat, sehr schade, dass dir die Stadt nicht gefallen hat. Bist halt ne Prinzessing.

    Lg

    1. Janine

      Alleine, dass du voreilige Schlüsse ziehst zeigt, dass du andere Artikel auf meinem Blog nicht gelesen hast. Ich bereiste zweimal Indien und fuhr mit dem Bus durch Malaysia und verbrachte dort einige Zeit. Ja, ich scheine voll die Prinzessin zu sein :D! Mit Kritik kommt nicht jeder klar wie es scheint und du nimmst es auch noch persönlich. Ich muss nicht jede Stadt gut finden. Der Blog spiegelt meine subjektive Meinung wieder. Dabei ist nicht jedes Erlebnis Friede, Freude, Eierkuchen. Ich beschönige nichts. Wenn ich etwas gut finde, schreibe ich es und ebenso, wenn das nicht der Fall ist. Wer damit ein Problem hat, soll bitte einen Reiseführer lesen und nicht meinen Blog.

  17. Janine

    Liebe Leser,

    es ist bereits alles gesagt. Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Ich respektiere die Meinung anderer und erwarte im Gegenzug das gleiche. Die Kommentarfunktion wird hiermit geschlossen. Alles andere ist nicht zielführend.

    Viele Grüße,
    Janine